… so kann er was erzählen, heißt es so schön. Und ich möchte hiermit bestätigen: das stimmt! Und erleben kann man unterwegs auch so einiges…
Die letzten Tage war ich in Berlin, auf der Social-Media-Konferenz re:publica. Ach, was schreibe ich – gedanklich war ich schon Wochen vorher dort, denn es gab ständig neue (gefühlte) Hiobsbotschaften aus der Luftfahrt: Erst wollten die Lufthansa-Piloten streiken (na, mit welcher Airline sollte ich wohl fliegen?), dann doch nicht. Dann hieß es, die Fluglotsen streiken – dann wurde der Streik auf ein paar Tage NACH meiner Reise verlegt. Dann war ich in Berlin und am zweiten Tag der Konferenz hörte man plötzlich, dass es Probleme mit dem Flugverkehr gab, weil – ja, weil ein Vulkan in Island ausgebrochen war. Klingt das nicht total absurd?
Am letzten Konferenztag morgens war dann relativ schnell klar: Das mit dem Heimflug wird nichts. Schnell auf der Lufthansa-Homepage und dem vielgelobten Twitter-Account der Airline vorbeigesurft (ein Hoch auf das Mobile Web und öffentlich zugängliches WLAN!), etwa fünf Minuten über das schlechte Timing von Eyjafjallajoküll geärgert (Warum sollte ich mich auch länger ärgern? Kann ja keiner etwas dafür!), dann den neuen Reiseplan ausgetüftelt, auf die restlichen Vorträge verzichtet (die vom Thema her sowieso nicht mehr ganz so spannend klangen) und mich um meine Heimfahrt gekümmert. Und das ging so:
- Online einen Sitzplatz im ICE von Berlin nach München reservieren – beinahe ein Wunder, dass das am Freitag noch möglich war!
- Koffer zum Hauptbahnhof bringen (gut, dass ich noch vom letzten Mal wusste, wo die Schließfächer sind, denn der Bahnhof ist riiiiiesig und hilfreiche Beschilderung gibt es so gut wie keine) und dort einschließen.
- Eine knappe halbe Stunde den Bus zum Flughafen Tegel suchen und von hilfsbereiten Menschen in sämtliche falsche Richtungen geschickt werden (die fehlenden Schilder!).
- 20 Minuten im Bus sitzen und hoffen, dass es am Flughafen kein Chaos gibt.
- Innerhalb von 5 Minuten den Lufthansa-Schalter finden (an dem kein Mensch Schlange stand!), die hilfsbereite Mitarbeiterin bitten, mein Ticket in eine Bahn-Fahrkarte umzuwandeln und dann schnell in den nächsten Bus Richtung Hauptbahnhof springen.
- Den Koffer am Bahnhof abholen, sich mit allem eindecken, was man für über 6 Stunden Zugfahrt braucht (man braucht so einiges!).
- Hoffen, dass der ICE mit den richtigen Waggons kommt, dass es meinen reservierten Sitzplatz gibt (ich habe da schon oft genug gegenteilige Erfahrungen gemacht…) und dass ich eine Steckdose erobern kann, denn mein Handyakku ist zu diesem Zeitpunkt fast leer.
- Fix und fertig in den Zug einsteigen – und tatsächlich: „Mein“ Waggon ist dabei, „mein“ Sitzplatz ist da, leer und für mich reserviert. Sämtliche schlechte Erfahrungen mit der Bahn haben sich dieses eine Mal nicht bewahrheitet. Ich war noch nie so froh, in einen Zug einsteigen zu können.
Dieser Blogeintrag entstand übrigens auf der Fahrt von Berlin nach München, kurz hinter Jena. Ich danke meinem Netbook, meinem Handy und meinem Internet-Stick für die Verbindung ins Internet und der Deutschen Bahn für die Stromversorgung im ICE. Außerdem ein großes Dankeschön an die Lufthansa und Deutsche Bahn für das unkomplizierte Lösen eines riesig wirkendes Problems.
Übrigens: Zu guter letzt kam der ICE tatsächlich 10 Minuten zu FRÜH in München an. Das habe ich in meiner Zeit als Bahnkunde noch nie zuvor erlebt. An den Bahnhöfen in Berlin und München hörte ich nicht gerade wenige Menschen über die schlechte Informationspolitik der Airlines schimpfen – ich kann mich nicht beschweren!



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Hi Tanja, If you decide to travel to Melbourne , Victoria , Auatralia I would enjoy haveing a cuppoccino or a short black with to exchsnge our cultural and my political passions with you. Your sincerity is inspirering