You are here: Home » deutsch » “Achtung, Baby”, those “Roads of Germany” lead through “The Wall”

Evelyn“Achtung, Baby”, those “Roads of Germany” lead through “The Wall”

written by Evelyn on November 5th, 2009, 15:55  |  I like this! (6)

18.30 Uhr - vier Tage bevor unter den Augen der Quadriga das 20jährige Jubiläum des Mauerfalls mit dem symbolträchtigen “Fest der Freiheit” gefeiert wird und Musiker sowie politische Oberhäupter die Bühne am Pariser Platz betreten, wird das Brandenburger Tor in eine Aufsehen erregende Lichtshow getaucht. Für wen? Für ein paar irische Musiker – manch einer würde wohl auch sagen, es sei ein politisches Oberhaupt aus Irland dabei. U2 geben ein Gratis-Konzert. 10.000 erlesene Zuschauer, die sich immer näher an den Fotografengraben schieben, in der Hoffnung den Schutzwall zu durchbrechen – würde ja zum Motto passen. Wieder einmal sehr symbolhafte 20 Minuten, die man sich aber über einen Musiksender, der am selbigen Tag irgendwo anders in Berlin ein paar Trophäen verteilt, auch anschauen könnte. Aber solch ein Live-Erlebnis darf auch gerne mal für sich stehen und die Atmosphäre sich ungetrübt entfalten. So lässt sich viel ausschweifender auf Gedankenreise gehen.

Man blickt auf das Brandenburger Tor und erkennt vielleicht nach drei gespielten Tönen, dass jetzt “One” auf der Setlist stehen muss. Man fragt sich vielleicht, ob Regisseur Anton Corbijn  in der Berliner Version vom Musik-Video eigentlich nur einen Trabi durch die Stadt fahren lässt oder ob er die Mauer auch zeigt und erinnert sich dunkel an ein paar Mauerabschnitte mit Zahlen. Man grübelt noch über die 1954, während Bono vielleicht schon einfach so ganz unmelodisch, aber ausdrucksstark “Tear down the Wall” in die Songs ruft. Und schon nimmt der “Stream of Consciousness” eine neue Fährte auf.

The Wall … jaja, Pink Foyd waren auch schon mal hier. Zugegeben – als sie ‘79 das Konzeptalbum veröffentlichten, stand ‘ne andere Mauer im Vordergrund. Aber als Roger Waters 1990 das Konzept ein zweites Mal auf die Bühne brachte, wäre die Transferleistung des Konsumenten ein umfassenderer Prozess gewesen, wenn  er dafür eine Autobahn gewählt hätte.

Noch immer klingt vielleicht “One” über den Pariser Platz und bringt mit seinen Schwingungen irgendwo anders möglicherweise die übergroßen Dominosteine in Wanken, welche doch  erst am Montag umstürzen sollen. Aber die Gedanken sind nun bei Trabis und der Autobahn – und irgendwie auch bei Irland. Nächster Gedanke? Bob Geldof, ist eh klar. Vor rund 20 Jahren beeinflusste ihn die friedliche Revolution dermaßen, dass er gleich produktiv wurde. Songs wie “Roads of Germany” haben wir somit eigentlich der Wiedervereinigung zu verdanken.

Je weiter man denkt, desto mehr Künstler fallen einem ein, die man mit Berlin in visuelle Verbindung bringt. Ob Bowie oder Depeche Mode, ob damals wie heute. Ein Blick durch die earthTV cam ist eben ein Blick auf die Welt, wie sie jetzt gerade ist, aber auch ein zielgrichteter Blick, der das Hirn auf eine ganz bestimmte Reise schickt.  Und welche Assoziationen haben Sie?

Bookmark and share this: These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • MisterWong
  • del.icio.us
  • Webnews
  • Facebook
  • Furl
  • TwitThis
  • Y!GG
  • Digg
  • Reddit
  • Google Bookmarks
  • Live-MSN
  • MySpace
  • Technorati
  • Wikio

Tags: Berlin, Bob Geldof, Brandenburger Tor, Fest der Freiheit, LIVE, Mauerfall, Pariser Platz, Pink Floyd, The Wall, U2


This entry was posted on Thursday, November 5th, 2009 at 3:55 pm. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.



1 comment to ““Achtung, Baby”, those “Roads of Germany” lead through “The Wall””


  1. Stefanie says:

    ich denke sofort an The Berlin Tapes – fantastisches album! siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/The_Berlin_Tapes_%28album%29

Leave a Reply